Kursprogramm im Frühling 2021

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„13 Werke...“ – jetzt erschienen!

„Ein Weihnachtszuckerl“

„Das Design ist ein Traum, das Format sehr sympathisch“

„Die Druckqualität der Bilder ist enorm“

„Das Lesen hat viel Freude gemacht“

„Ich freue mich schon riesig darauf, die Texte dann mal vor den Gemälden zu lesen – das wird ein sehr schönes Erlebnis“

So lauten die ersten Leser-Reaktionen auf das neu erschienene Buch „13 Werke aus dem Germanischen Nationalmuseum betrachtet von Teresa Bischoff.“

Die kunsthistorischen Betrachtungen stimulieren zu einer Neuentdeckung weltbedeutender Kunstwerke, die in Nürnberg ihr Zuhause haben.

Das Buch kann gegen Vorkasse zum Preis von 16,80 Euro zuzüglich 1,55 Euro Versand nach Anfrage über das Kontaktformular erworben werden.

 

Blog

Weihnachtliche Gedanken zu Albrecht Dürers Anbetung der Könige

1504 malt Albrecht Dürer im Auftrag Friedrichs des Weisen seine Anbetung der Könige, die sich heute in den Uffizien in Florenz befindet. Das Gemälde ist ein Geniestreich der besonderen Art. Es ist ein dramaturgischer Kunstgriff.

Seit dem frühen Mittelalter wählten Künstler in großer Anzahl und Vielfalt diese Geschichte zum Bildmotiv. Auch im nächsten Umkreis Dürers setzten sich Maler mit dem Besuch der drei weisen Männer aus dem Morgenland auseinander, wie er im Matthäusevangelium beschrieben wird:

Gedanken zu einem Spaziergang durch das Städel Museum in Frankfurt

Am letzten Wochenende vor dem Lockdown light, einem Wort, das uns vor einem Jahr noch so fremd erschienen wäre wie die vielen von Masken verdeckten Gesichter im Alltag, fahren wir nach Frankfurt. Einen kunstreichen Spaziergang haben wir geplant, bevor in den nächsten Wochen all jene Institutionen wieder schließen müssen, die für mich zu meinem (Berufs)Leben gehören wie die Luft zum Atmen. 

Das Wetter strahlt herbstgolden. Der berühmte Blick von der Museumsbrücke, die sich so gewaltig wie elegant ...

Gedanken zu einem Besuch der Alten Pinakothek in München

„Nicht Kuchen, sondern Brot sei die Kunst für‘s Volk.“ So lautete der ambitionierte Wunsch König Ludwigs I., dem Initiator der Alten Pinakothek. Auch der jetzige Generaldirektor der bayerischen Staatsgemäldesammlung Bernhard Maaz schließt sich dieser Haltung an, wenn er die Kunst als ein Grundnahrungsmittel des Menschen bezeichnet. Einem Festtagsmahl gleicht mir ein Tag, der ausschließlich dem Besuch dieses Museums vorbehalten ist.

Wie vom königlichen Erbauer gewünscht, wird der quergelagerte majestätische Bau immer noch vom großzügigen ...

Gedanken zur Ausstellung „Kausalkonsequenz“ von Alicja Kwade in der Langen Foundation

„Aber was die Schönheit ist, das weiß ich nicht“ konstatierte Albrecht Dürer nach langer künstlerischer Suche. WAS sie ist, das weiß auch ich nicht. WO bis Ende April 2021 jedoch eine äußerst kluge und zeitgemäße Version von ihr zu sehen ist, kann ich sagen. Denn dieser bin ich in der sehr besonderen Einzelausstellung „Kausalkonsequenz“ der Künstlerin Alicja Kwade in der Langen Foundation begegnet. ...

Gedanken zu einer Reise ins Veneto

Für gewöhnlich war es nicht Napoleons Art, anderen das Feld zu überlassen. Im Falle des kleinen Städtchens Asolo, das sich rühmt, einer der schönsten Orte Italiens zu sein, musste er dies jedoch tun. Das Andenken an zwei berühmte Frauen überstrahlt heute bei weitem das seinige.

Nur eine kleine Tafel an einem Haus, die besagt, dass der spätere Kaiser der Franzosen hier am 10. März 1797 genächtigt hat, erinnert an den kriegerischen Korsen. Eine immer noch beeindruckende Burganlage hingegen zeugt von der langjährigen Anwesenheit Caterina Cornaros in Asolo. Diese wurde als Tochter eines einflussreichen Patriziers ...

Gedanken zu einer Reise nach Dresden

Im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg ist eine kleine Gouache von Adolph Menzel mit dem launigen Titel: Platz für den großen Raffael ausgestellt. In genrehaft-humoriger Weise bringt das einzigartige Zeichentalent des 19. Jahrhunderts feinsinnig den Zeitpunkt des Eintreffens der Sixtinischen Madonna im Jahre 1753 in Dresden zu Papier. Der Legende nach hatte Friedrich August III. eigenhändig seinen Thronsessel zur Seite geschoben, um dem Meisterwerk Raffaels den besten Lichteinfall zu garantieren. Bis heute befindet sich dieses Bild in Dresden. Nun hängt es jedoch nicht mehr im Thronsaal eines Kurfürsten und Königs, sondern in der neu restaurierten und prächtig gehängten Gemäldegalerie ...

Gedanken zu einem Ausflug nach Florenz und Verona

„Wovon soll ich berichten – von der Vielfalt des Volkes, vom Glanz der Gebäude, vom Schmuck der Kirchen, von der unglaublichen und wunderbaren Reinheit der ganzen Stadt? Wirklich, alle Dinge sind mit einer einzigartigen und vortrefflichen Schönheit verziert (…).“ Vor exakt 617 Jahren beschrieb der Humanist Leonardo Bruni Florenz mit diesen Worten. Sie sind immer noch gültig. An heißen Julitagen im sehr eigenartigen Sommer des Jahres 2020 besuche auch ich einmal wieder die berühmte Stadt am Arno und lerne sie in einer ganz besonderen und neuen Weise kennen. Corona bedingt ist vieles anders als man es kennt. Wo sich sonst Besuchermassen drängen, ist es angenehm leer ...

Gedanken zur Ausstellung „Talent kennt kein Geschlecht“ im Georg Schäfer Museum in Schweinfurt

Großformatiger erster Blickfang der Ausstellung im Schweinfurter Georg Schäfer Museum sind zwei repräsentative höfische Bildnisse. Die bayerische Königin Therese von Bayern wurde von Julie von Egloffstein in Szene gesetzt, Franz Krüger porträtierte den Grafen von Nesselrode ...

Gedanken zur Ausstellung „Raffael in Berlin“ in der Gemäldegalerie

Über die Sixtinische Madonna von Raffael sagte Dostojewski: „Ich muss dieses Gemälde ansehen, um nicht am Menschen zu verzweifeln.“ Der russische Schriftsteller hatte eine Reproduktion des Bildes in seinem Arbeitszimmer, um es täglich betrachten zu können. In der Kunstgeschichte ist ein Kunstwerk, das mit seiner Schönheit und Wahrheit die gesamte Menschheit verteidigt, vermutlich einmalig. Sicherlich bildet diese heute in Dresden befindliche Darstellung der Muttergottes mit dem Jesuskind, flankiert von Sixtus II. und der Hl. Barbara, ...

Gedanken zu Franz Erhard Walthers „Shifting Perspectives“ im Haus der Kunst

Selbst der Sommer in diesem ungewöhnlichen Jahr 2020 ist anders als die beiden zuletzt Vergangenen. Kühl und zurückhaltend gibt sich das Wetter bisher. Würde man sonst den einzig warmen Junitag genutzt haben, um diesen im Freien zu verbringen, ist nach Monaten der Kunstabstinenz die Freude groß ins Haus der Kunst nach München fahren zu können. Franz Erhard Walther wird in diesem Monumentalbau, dessen großspuriger Eleganz ...