Nach der Sommerpause startet das neue Kursprogramm mit vier Onlinekursen und einer Veranstaltungsreihe in den Räumlichkeiten der Galerie Lukasch. Frischen Sie Bekanntes auf und entdecken Sie Neues! Denn wie wusste schon Goethe: „Man sieht nur, was man weiß.“

Kunstgeschichte im Überblick I (Mittelalter und Renaissance)

Online ab 7. Oktober 2021

Kunstgeschichte im Überblick II (Barock bis 20. Jahrhundert)

Online ab 14. Oktober 2021

Meister der Kunst

Online ab 16. Oktober 2021

Meisterinnen der Kunst

Online ab 22. Januar 2022

Meisterwerke der europäischen Kunst

Veranstaltungsreihe in der Galerie Lukasch ab 12. Oktober 2021

Dr. Teresa Bischoff versteht es auf wunderbare Weise, kunsthistorischen Stoff so begeistert zu vermitteln, dass man als Zuhörer keine Minute abschweift. Sie lässt die alten Meister ebenso lebendig werden, wie deren Werke – und ermöglicht es, dass man sich in die Besonderheiten der jeweiligen Epochen hineinversetzen kann. Dabei sind ihre Schilderungen sachlich und äußerst fundiert.

Teresa Bischoff hat in mir eine tiefe Begeisterung für Kunstgeschichte geweckt, die mein Leben bereichert. Dafür danke ich ihr von Herzen!

Stefanie C. Stummvoll, Nürnberg 

„13 Werke...“ – jetzt erschienen!

„Ein Zuckerl“

„Das Design ist ein Traum, das Format sehr sympathisch“

„Die Druckqualität der Bilder ist enorm“

„Das Lesen hat viel Freude gemacht“

„Ich freue mich schon riesig darauf, die Texte dann mal vor den Gemälden zu lesen – das wird ein sehr schönes Erlebnis“

So lauten die Leser-Reaktionen auf das Buch „13 Werke aus dem Germanischen Nationalmuseum betrachtet von Teresa Bischoff.“

Die kunsthistorischen Betrachtungen stimulieren zu einer Neuentdeckung weltbedeutender Kunstwerke, die in Nürnberg ihr Zuhause haben.

Das Buch kann gegen Vorkasse zum Preis von 16,80 Euro zuzüglich 1,55 Euro Versand nach Anfrage über das Kontaktformular erworben werden.

 

Blog

Bayerns Meisterwerke. Eine Gesprächsreihe auf Bayern 2.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Diesem Grundsatz folgend, führte mich eine kleine Tagesreise nicht ins europäische Ausland, sondern in die schöne Reichsstadt Augsburg. Mein Ziel ist das prächtige Schaezlerpalais. Ab 1764 im Auftrag des Freiherrn Benedikt Adam von Liebert errichtet, beherbergt dieser Palast ein einzigartiges Kleinod. Der im ersten Stockwerk liegende, atemberaubend elegante Rokokofestsaal wurde zu Ehren der Kaisertochter Maria Antonia geschaffen, die auf ihrer Brautfahrt von Wien nach Versailles in Augsburg Station machte. Die künftige Gattin Ludwigs XVI. wurde hier mit nur allem erdenklichem Prunk empfangen. ...

Gedanken zu einer Reise nach Paris

„Und so nehmen wir Platz auf den eisernen Stühlen der schönsten Stadt der Welt und atmen eine Schönheit und einen Großmut, die keinen anderen Zweck haben, als Schönheit und Großmut zu verbreiten.“ Vor genau 10 Jahren reiste ich zum ersten Mal in die schönste Stadt der Welt und genau vor 10 Jahren schrieb die kluge Iris Radisch mir mit diesen Worten direkt aus der Seele. Seither bin ich viele Male an die Seine gefahren, häufig auch im August. Es ist eine besondere Zeit für Paris. Denn jeder Einwohner, der etwas auf sich hält, fährt im Sommer mit der Familie an die See. So leer einige Ecken zu jener Zeit deshalb in Paris auch sind, so fast feierlich dann die Rentrée, die so typische Rückkehr in den Arbeitsalltag ...

Gedanken zu einer sommerlichen Kurzreise nach Berlin

„Guten Morgen Berlin, Du kannst so hässlich sein“, sang der Musiker Peter Fox 2014. Natürlich kann Berlin das. Für drei Tage begeben wir uns jedoch auf die Suche nach den schönen Seiten der Hauptstadt und bemerken gleich zu Beginn, dass auch der Sommer des Jahres 2021 Corona bedingt immer noch anders als gewohnt ist. Wo in früheren Zeiten sich ein bisweilen undurchdringliches Gedränge aus Touristen, Reisegruppen und Anwohnern seinen Weg bahnte, sind die Bürgersteige selbst rund um den Bahnhof Zoo zugänglich und bequem passierbar. ...

Gedanken zu einer Florentinischen Reise – Zweiter Teil

De mulieribus claris

„Die Frauen haben in jeder Kunst, der sie sich zuwandten, Vortreffliches erlangt.“ Hatte Giorgio Vasari dies in seinen Lebensbeschreibungen berühmter Künstler und Künstlerinnen bereits im 16. Jahrhundert festgestellt, dauerte es danach eine ganze Weile, bis diese Tatsache auch in der kunsthistorischen Gegenwart angelangt war.

Langsam jedoch werden sie entdeckt, die künstlerisch tätigen und talentierten Frauen der früheren Jahrhunderte. ...

Gedanken zu einer Florentinischen Reise – Erster Teil

„Freu dich, Florenz, groß wie du bist,

Die Flügel schlägst du über Land und Meer.

Und durch die Hölle dringt dein Name!“

Mindestens einen Ort auf der Welt gibt es, an dem man keinesfalls befürchten muss, auch bei wiederholtem Besuche enttäuscht zu werden. Florenz, dieser steinerne Frühling der Kunstgeschichte lässt das Staunen niemals enden.

Bei unserer Ankunft ist die Stadt am Arno warm, fröhlich und laut. Nach langen Monaten des italienischen Lockdowns  ...

Gedanken zur Grablegung Christi

Die Geste im Zentrum des Gemäldes könnte zärtlicher nicht sein. Sanft hält die schöne junge Frau mit ihrer Linken die leblose Hand des Verstorbenen. Ihre Rechte umfängt behutsam das Haupt des getöteten Gottessohnes als müsse sie den Tod auch erfühlen, um ihn wirklich begreifen zu können. Maria Magdalenas Gesichtsausdruck zeugt von großer Trauer. Sie ist die einzige Frau in dieser Männergruppe. Ihre Gefährtinnen haben sich um die Muttergottes in der rechten Bildhälfte versammelt. Vom Schmerz überwältigt ist Maria zu Boden gesunken. Liebevoll wird sie gestützt von ihren Begleiterinnen. ...

Gedanken zur Selbstdarstellung von Sofonisba Anguissola und Elisabeth Vigée-Lebrun

Die bewusst gelenkte Außenwahrnehmung des eigenen Ichs mit Hilfe von selbst erstellten Bildern ist kein genuines Phänomen unserer Zeit. Lediglich sein massenhaftes Auftreten, das durch die explosionsartige Verbreitung in den sozialen Medien scheinbar keine Grenzen mehr kennt, ist spezifisch zeitgenössisch. Bereits in der Übergangszeit des Spätmittelalters zur Renaissance entstanden die ersten autonomen Selbstbildnisse ...

Gedanken zu einem Ausflug nach Vierzehnheiligen

So wunderbar es auch wäre, aber natürlich verschwindet ein Virus nicht nur deshalb, weil am Ende der Jahreszahl nun keine 0 mehr steht, sondern eine 1. Und so bleiben auch im Januar 2021 die Orte rar, an denen man der Kunst noch begegnen darf. Wenige sind es zwar, dafür haben wir uns aber einen besonders prachtvollen ausgesucht. An einem Wintertag wie aus dem Bilderbuch fahren wir nach Oberfranken und besuchen Vierzehnheiligen.

Malerisch verschneit liegt das Kloster auf der Anhöhe. Selbst das Baugerüst kann der Erhabenheit der Zweiturmfassade des auf Fernwirkung ausgerichteten Gotteshauses nichts anhaben.

Genau an der Stelle der heutigen Wallfahrtskirche ...

Weihnachtliche Gedanken zu Albrecht Dürers Anbetung der Könige

1504 malt Albrecht Dürer im Auftrag Friedrichs des Weisen seine Anbetung der Könige, die sich heute in den Uffizien in Florenz befindet. Das Gemälde ist ein Geniestreich der besonderen Art. Es ist ein dramaturgischer Kunstgriff.

Seit dem frühen Mittelalter wählten Künstler in großer Anzahl und Vielfalt diese Geschichte zum Bildmotiv. Auch im nächsten Umkreis Dürers setzten sich Maler mit dem Besuch der drei weisen Männer aus dem Morgenland auseinander, wie er im Matthäusevangelium beschrieben wird:

Gedanken zu einem Spaziergang durch das Städel Museum in Frankfurt

Am letzten Wochenende vor dem Lockdown light, einem Wort, das uns vor einem Jahr noch so fremd erschienen wäre wie die vielen von Masken verdeckten Gesichter im Alltag, fahren wir nach Frankfurt. Einen kunstreichen Spaziergang haben wir geplant, bevor in den nächsten Wochen all jene Institutionen wieder schließen müssen, die für mich zu meinem (Berufs)Leben gehören wie die Luft zum Atmen. 

Das Wetter strahlt herbstgolden. Der berühmte Blick von der Museumsbrücke, die sich so gewaltig wie elegant ...

Gedanken zu einem Besuch der Alten Pinakothek in München

„Nicht Kuchen, sondern Brot sei die Kunst für‘s Volk.“ So lautete der ambitionierte Wunsch König Ludwigs I., dem Initiator der Alten Pinakothek. Auch der jetzige Generaldirektor der bayerischen Staatsgemäldesammlung Bernhard Maaz schließt sich dieser Haltung an, wenn er die Kunst als ein Grundnahrungsmittel des Menschen bezeichnet. Einem Festtagsmahl gleicht mir ein Tag, der ausschließlich dem Besuch dieses Museums vorbehalten ist.

Wie vom königlichen Erbauer gewünscht, wird der quergelagerte majestätische Bau immer noch vom großzügigen ...

Gedanken zur Ausstellung „Kausalkonsequenz“ von Alicja Kwade in der Langen Foundation

„Aber was die Schönheit ist, das weiß ich nicht“ konstatierte Albrecht Dürer nach langer künstlerischer Suche. WAS sie ist, das weiß auch ich nicht. WO bis Ende April 2021 jedoch eine äußerst kluge und zeitgemäße Version von ihr zu sehen ist, kann ich sagen. Denn dieser bin ich in der sehr besonderen Einzelausstellung „Kausalkonsequenz“ der Künstlerin Alicja Kwade in der Langen Foundation begegnet. ...

Gedanken zu einer Reise ins Veneto

Für gewöhnlich war es nicht Napoleons Art, anderen das Feld zu überlassen. Im Falle des kleinen Städtchens Asolo, das sich rühmt, einer der schönsten Orte Italiens zu sein, musste er dies jedoch tun. Das Andenken an zwei berühmte Frauen überstrahlt heute bei weitem das seinige.

Nur eine kleine Tafel an einem Haus, die besagt, dass der spätere Kaiser der Franzosen hier am 10. März 1797 genächtigt hat, erinnert an den kriegerischen Korsen. Eine immer noch beeindruckende Burganlage hingegen zeugt von der langjährigen Anwesenheit Caterina Cornaros in Asolo. Diese wurde als Tochter eines einflussreichen Patriziers ...

Gedanken zu einer Reise nach Dresden

Im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg ist eine kleine Gouache von Adolph Menzel mit dem launigen Titel: Platz für den großen Raffael ausgestellt. In genrehaft-humoriger Weise bringt das einzigartige Zeichentalent des 19. Jahrhunderts feinsinnig den Zeitpunkt des Eintreffens der Sixtinischen Madonna im Jahre 1753 in Dresden zu Papier. Der Legende nach hatte Friedrich August III. eigenhändig seinen Thronsessel zur Seite geschoben, um dem Meisterwerk Raffaels den besten Lichteinfall zu garantieren. Bis heute befindet sich dieses Bild in Dresden. Nun hängt es jedoch nicht mehr im Thronsaal eines Kurfürsten und Königs, sondern in der neu restaurierten und prächtig gehängten Gemäldegalerie ...

Gedanken zu einem Ausflug nach Florenz und Verona

„Wovon soll ich berichten – von der Vielfalt des Volkes, vom Glanz der Gebäude, vom Schmuck der Kirchen, von der unglaublichen und wunderbaren Reinheit der ganzen Stadt? Wirklich, alle Dinge sind mit einer einzigartigen und vortrefflichen Schönheit verziert (…).“ Vor exakt 617 Jahren beschrieb der Humanist Leonardo Bruni Florenz mit diesen Worten. Sie sind immer noch gültig. An heißen Julitagen im sehr eigenartigen Sommer des Jahres 2020 besuche auch ich einmal wieder die berühmte Stadt am Arno und lerne sie in einer ganz besonderen und neuen Weise kennen. Corona bedingt ist vieles anders als man es kennt. Wo sich sonst Besuchermassen drängen, ist es angenehm leer ...

Gedanken zur Ausstellung „Talent kennt kein Geschlecht“ im Georg Schäfer Museum in Schweinfurt

Großformatiger erster Blickfang der Ausstellung im Schweinfurter Georg Schäfer Museum sind zwei repräsentative höfische Bildnisse. Die bayerische Königin Therese von Bayern wurde von Julie von Egloffstein in Szene gesetzt, Franz Krüger porträtierte den Grafen von Nesselrode ...

Gedanken zur Ausstellung „Raffael in Berlin“ in der Gemäldegalerie

Über die Sixtinische Madonna von Raffael sagte Dostojewski: „Ich muss dieses Gemälde ansehen, um nicht am Menschen zu verzweifeln.“ Der russische Schriftsteller hatte eine Reproduktion des Bildes in seinem Arbeitszimmer, um es täglich betrachten zu können. In der Kunstgeschichte ist ein Kunstwerk, das mit seiner Schönheit und Wahrheit die gesamte Menschheit verteidigt, vermutlich einmalig. Sicherlich bildet diese heute in Dresden befindliche Darstellung der Muttergottes mit dem Jesuskind, flankiert von Sixtus II. und der Hl. Barbara, ...

Gedanken zu Franz Erhard Walthers „Shifting Perspectives“ im Haus der Kunst

Selbst der Sommer in diesem ungewöhnlichen Jahr 2020 ist anders als die beiden zuletzt Vergangenen. Kühl und zurückhaltend gibt sich das Wetter bisher. Würde man sonst den einzig warmen Junitag genutzt haben, um diesen im Freien zu verbringen, ist nach Monaten der Kunstabstinenz die Freude groß ins Haus der Kunst nach München fahren zu können. Franz Erhard Walther wird in diesem Monumentalbau, dessen großspuriger Eleganz ...